Dienstag, 10. Mai 2016

Das Ende einer Ära

Viele werden sich bestimmt Fragen, was ich mit dem Titel dieses Eintrags meine.
Ära? Wer ist denn diesmal gestorben?
Niemand ist gestorben, aber nachdem ich diesen Eintrag doch noch etwas habe ruhen lassen und heute das Ende einer anderen Ära erlebt habe, setze ich hier nun fort.

Conventions? So was gibt es doch nur in Amerika?
Wer so denkt, hat falsch gedacht. In diesem Jahr findet zum 25. Mal die fedcon -science fiction- in Deutschland statt. Und das ist nur eine der großen Cons.
Auf diesen Veranstalter bin ich jedoch nicht durch meine Liebe zu gutaussehenden Soldaten, die durch Wurmlöcher reisen und Aliens bekämpfen gestoßen, sondern durch meine Leidenschaft für Tolkien.
Um genau zu sein war es die HobbitCon 2013. Ein Osterwochenende voller verrückter Ereignisse. Am zweiten Tag hat es auf dem Weg zur Veranstaltung zum Beispiel geschneit. Dazu kamen die Fotos mit den Stars (man war ich fertig nach dem Foto mit Dean O'Gorman), Autogramme, Vorträge und was es sonst noch so alles gab.
Ein unvergessliches Wochenende und unter anderem auch der Beginn einer Freundschaft.
Im Oktober folgte die RingCon, quasi die Mutter der HobbitCon, und ein Foto mit David Wenham. Nettes Kerlchen. Den würde ich jeder Zeit wieder sehen wollen.

Nur wenig später konnte man dann schon die Tickets für die zweite HobbitCon -mit der man eigentlich nicht gerechnet hatte- ergattern. Was wir natürlich auch gemacht haben. Und wie wir uns gefreut haben, Wochenendticket 6 und 7 bekommen zu haben.
Aber.....zu früh gefreut. Trotzdem 4 Stunden für Autogramme angestanden und nur eine Reihe weiter vorn als im Jahr zuvor mit Ticket 411 und 412.
Naja aber immerhin sollte Manu Bennett kommen. Sollte.
Einige Conbesucher haben rausgefunden, dass der Herr an dem Wochenende auf drei Cons zugesagt hatte. Und wer ist leer ausgegangen? Riiischtiiiisch! Die HobbitCon.
Trotzdem war es aber ne schöne Con. Stuntworkshop mit Vorführung bei der Closing und meine Frage an die Schauspieler -das werde ich NIE WIEDER tun- mit einbegriffen.
Als Entschädigung für seine Absage kam Manu dann zur RingCon 2014. Und er kam wirklich. Und er war toll. Einfach toll. Ich war so perplex, dass er einen sofort in die Arme schloss beim Foto.....ja das sieht man mir an.
Ein besonderer Moment war auch der Haka, den er in seinem Panel einstudierte. Und auch seine Worte dazu bzw. Sein Glauben an die Bedeutung: es ist egal, ob du die Bewegungen mitmachen kannst. Wichtig ist, dass du dabei bist. Ein Teil des Ganzen. Im Geiste mit allen anderen.
Ja, das ist schon eine echt tolle Philosophie, und ich finde, er ist ein wirklich sehr inspirierender Mensch!
Auch waren da ein paar Leute aus dem Cast von Northmen da. Hach ja, der Percy aus Merlin....

Aller guten DInge sind drei, und somit folgte 2015 die dritte HobbitCon. Diesmal mit Silberticket, Gruppenfoto und Luke Evans!
Auch das war wieder eine tolle Con, mit so viele Ereignissen....an alles erinnere ich mich gar nicht mehr!
Dass Luke verdammt toll singen kann weiß ich noch, ebenso, dass die Comedyhour wieder mega war -wenn auch leider eben nicht toss the dwarf. Und der Auftritt des Chors am Ende! Seitdem ist Into the West in meiner Playlist!

Aber dann kam ja noch die letzte Ringcon. Ich weiß nicht genau, wie viele es insgesamt waren, ich glaube aber um die 15. Jedenfalls war es meine dritte und mit die beste!
Liam Mcintyre war der Hammer und das gehört definitiv zu den beiden tollsten Bildern, die ich auf einer Con gemacht habe! Ein echt tolles Kerlchen und ich hoffe wirklich, ihn und Manu mal zusammen auf einer Con zu treffen!
Als letzte RingCon war es wirklich toll, doch leider war das richtige Ende dieser Ära wirklich nicht gut. Die vierte und letzte HobbitCon war im Vergleich zu den vorherigen Cons wirklich....schlecht.
Es ging drunter und drüber, das Programm war auch nicht wirklich gut, das Workshopangebot mau....
Nur Ryan Gage und Billy Boyd fand ich toll. Vor allem, wie er bei der Closing The Last Goodbye gesungen hat....

Zwar wird das Ganze wohl zusammengelegt und umbenannt, aber ich bleibe skeptisch. Ich werde mir auch erst ein Ticket kaufen, wenn tatsächlich interessante Leute kommen.

Ich habe die Cons geliebt und werde sie nie vergessen. Bauchschmerzen vom Lachen, die Fotos, Autogramme, die Frage, ob meine Schwester und ich miteinander verwandt seien....
Ich durfte zwar nur einen kleinen Teil dieser Ära miterleben, aber diese drei Jahre haben mein Leben tatsächlich verändert. Ich habe gelernt, in einigen Situationen selstbewusster zu sein. Nicht nachzudenken, sondern es einfach zu machen. Ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen, und war endlich mal nicht die Außenseiterin.

Trotzdem wird die Fedcon dieses Wochenende meine letzten Con sein. Zumindest vorerst. Es ist nicht mehr das gleiche, es war vor allem zum Schluss deutlich zu spüren, dass teilweise nur noch auf Profit gehandelt wurde.

Ich liebe Cons und werde Cons auch immer lieben, aber mal sehen, was da noch draus wird.

Montag, 4. April 2016

Rettungsdienst, Feuerwehr und Co...

Aus aktuellem Anlass und weil mir dieses Thema persönlich sehr wichtig ist, dachte ich mir, dass dies mein erster Beitrag zu altuellen Themen neben den Infos zu meinem Buch werden soll.

In meinem Heimatort wurde vor ein oder zwei Wochen die Feuerwehr bzw. der Rettungsdienst angerufen, bei einem Autobahnzubringer sei ein Mann mit einem Herzinfarkt. Sogar der Rettungshubschrauber wurde zum Einsatzort geschickt. Vor Ort waren weder der Melder, noch die betroffene Person anzutreffen. Der Melder wurde erneut kontaktiert und hat den Ort beschrieben. Trotzdem wurden die Personen nicht aufgefunden.

Viele werden wahrscheinlich jetzt sagen: Ja und? So ne Fehlmeldung passiert halt mal.

In Zeiten wie diesen, wo täglich schwere Unfälle passieren, Jugendliche sich zu Hauf Krankenhausreif saufen und Mobbing in der Schule schon in den Bereich der gefährlichen Körperverletzung geht, kann so ein Missbrauch tödlich werden.
Die Einsatzkräfte sind gebunden und suchen nach den angeblichen Verletzten, während am anderen Ende des Ortes eine Rentnerin die Treppe runter fällt und sich mehrer Knochen bricht und unter Umständen zu lange auf den RTW warten muss.

Irgendwo auf der Autobahn überchlägt sich ein Auto, und der Hubschrauber wird gebraucht, um die Betroffenen in entsprechende Kliniken zu bringen. Stattdessen kreist er um den angeblichen Unfallort.

Für mich ist es vollkommen unverständlich, wie man auf die Idee kommen kann, einfach aus Spaß oder Langeweile sowas zu machen.
An euch, die sowas machen:
SEID IHR NOCH GANZ DICHT???? HAT EUCH JEMAND DAS HIRN ENTFERNT???
Ist euch eigentlich klar, was ihr mit so einem Sch... anrichtet? Und dann meckert ihr, wenn die Einsatzkräfte zu lang brauchen, wenn ihr sie mal wirklich braucht?

Rettungsdienst, Feuerwehr und Co. werden heutzutage von meiner Generation (auch wenn ich mich eher als Außenseiter dieser sehe. Aber ich bin stolz, ein Kind der 90er zu sein!) leider viel zu wenig gewürdigt. Vielleicht habe ich aber auch eine zu hohe Meinung und zu viel Respekt vor ihnen, weil ich quasi mit der frewilligen Feuerwehr in unserem Dorf aufgewachsen bin und in einer Mannschaft voller Feuerwehr- und Rettungskräften spiele. Oder weil ich schon ein paar Mal die Hilfe des Rettungsdienstes in Anspruch nehmen musste und froh war, dass ich mit starken Schmerzen innerhalb von zwanzig Minuten nach dem Anruf schon fast im Krankenhaus war.

Lasst den Mist also einfach sein und seid DANKBAR, dass es Menschen gibt, die freiwillig 24 Stunden Schichten schieben, ihr Leben in brennenden Häusern und Wohnungen riskieren oder täglich dafür sorgen, dass Kinder ohne Komplikationen auf die Welt kommen. UNTERSTÜTZT die Rettungskräfte, indem ihr Rettungsgassen bildet und dafür sorgt, dass die Fahrzeuge durch- und die Einsatzkräfte zu den Verletzten hinkommen.

So, das war meine bescheidene Meinung zu dem Thema. Denkt euch, was ihr wollt, doch seid euch im Klaren darüber, dass ihr ohne diese Menschen ziemlich blöd dastehen würdet und ihr, wenn ihr sie wirklich braucht, über jede Minute froh sein werdet, die sie durch Fehlalarm, etc. kürzer zu euch brauchen!